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Nachhaltigkeitsbericht: Engagement für Ethik und Nachhaltigkeit

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ESG-Vorschriften definieren Lieferketten-, Beschaffungs- und After-Sales-Modelle neu und beeinflussen Produktionsprozesse sowie die Art und Weise, wie Unternehmen mit Lieferanten zusammenarbeiten, diese bewerten und auswählen. Gleichzeitig wirken sich diese Regelungen erheblich auf die Kommunikation mit Verbrauchern aus, die zunehmend auf Transparenz und die Messung von Umweltauswirkungen ausgerichtet ist.

In einem Umfeld, in dem einige Vorschriften bereits eingeführt wurden und andere auf europäischer Ebene noch zur Verabschiedung anstehen, verfolgen Unternehmen proaktive Strategien, um sich an die laufenden Veränderungen und Marktanforderungen anzupassen. Die jüngste Verabschiedung der Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDDD) verpflichtet Unternehmen dazu, Risiken im Zusammenhang mit Menschenrechten und Umweltauswirkungen sowohl in ihren eigenen Aktivitäten als auch entlang ihrer Lieferketten zu managen.

Diese erweiterte Verantwortung erfordert eine vollständige Transparenz über die gesamte Lieferkette, die jedoch häufig nur eingeschränkt vorhanden ist. Dies hat erhebliche Auswirkungen auf Produktions- und Logistiknetzwerke, die Struktur der Lieferkette sowie die Auswahl, Bewertung und Qualifizierung von Lieferanten. In der Produktion wird es notwendig, eine direkte Verbindung zwischen Rohstoffchargen, Halbfertig- und Fertigprodukten herzustellen und dadurch Rückverfolgbarkeit und Transparenz sicherzustellen. Unternehmen müssen nachvollziehen können, wo und wann einzelne Produktionsschritte erfolgt sind, welchen Ursprung die Rohstoffe haben, wie hoch der CO₂-Fußabdruck eines Produkts ist und welche Zertifizierungen vorliegen.

Darüber hinaus zielen die neuen Vorschriften darauf ab, Produktlebenszyklen zu verlängern und Abfälle nachhaltig zu bewirtschaften, um einen stärker kreislauforientierten Wirtschaftsansatz zu fördern.

Nachhaltigkeitsberichterstattung: Regulatorische Grundlagen

Die Nachhaltigkeitsberichterstattung umfasst den Prozess, mit dem Unternehmen ihre ökologische, soziale und wirtschaftliche Leistung kommunizieren. Sie geht über die klassische Finanzberichterstattung hinaus und vermittelt ein ganzheitlicheres Bild der Geschäftstätigkeit und ihrer Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft.

Ziel ist es, Stakeholder über Unternehmensrichtlinien und -praktiken im Bereich Umweltmanagement, soziale Verantwortung und Corporate Governance zu informieren.

Der europäische Regulierungsrahmen hat sich in den vergangenen Jahren erheblich weiterentwickelt. Ausgangspunkt war die Richtlinie 2014/95/EU, bekannt als Non-Financial Reporting Directive (NFRD), die große Unternehmen von öffentlichem Interesse mit mehr als 500 Beschäftigten verpflichtete, Informationen zu Umwelt-, Sozial-, Menschenrechts-, Korruptions- und Geldwäschethemen offenzulegen.

Mit der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) hat die Europäische Union die Anforderungen der Richtlinie 2014/95/EU deutlich erweitert und verschärft. Die schrittweise Einführung der CSRD beginnt ab 2024. Die Berichtspflichten werden auf alle großen Unternehmen ausgeweitet – unabhängig davon, ob sie börsennotiert sind oder nicht – und künftig auch auf mittelständische Unternehmen angewendet.

Die neue Richtlinie soll sicherstellen, dass Unternehmen detailliertere Informationen darüber bereitstellen, wie ihre Aktivitäten Umwelt und Gesellschaft beeinflussen und umgekehrt.

Verpflichtungen und Zeitplan

Die Einführung der Berichtspflichten gemäß CSRD erfolgt schrittweise:

  • Ab dem 1. Januar 2024: Anwendung auf große Unternehmen, die bereits unter die NFRD fallen. Die Vorschriften gelten für das Geschäftsjahr 2024; die Berichterstattung erfolgt 2025.
  • Ab dem 1. Januar 2025: Anwendung auf große Unternehmen, die mindestens zwei der folgenden Kriterien erfüllen: 250 Beschäftigte, 50 Millionen Euro Umsatz, 25 Millionen Euro Bilanzsumme. Die Vorschriften gelten für das Geschäftsjahr 2025; die Berichterstattung erfolgt 2026.
  • Ab dem 1. Januar 2026: Anwendung auf börsennotierte KMU, kleine Kreditinstitute sowie firmeneigene Versicherungs- und Rückversicherungsunternehmen. Die Vorschriften gelten für das Geschäftsjahr 2026; die Berichterstattung erfolgt 2027.

Unternehmen, die der Berichtspflicht unterliegen, müssen künftig auch Daten entlang ihrer Wertschöpfungskette offenlegen. Ziel ist es, ein umfassendes Bild der ökologischen und sozialen Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit zu vermitteln.

Die Zukunft der Lieferkette

Die größte Herausforderung für Unternehmen wird darin bestehen, die große Menge an Daten zu erfassen und zu verwalten, die für Rückverfolgbarkeit, Transparenz der Lieferkette, Nachhaltigkeit und den Digital Product Passport (DPP) erforderlich sind – einen digitalen Zwilling, der ein Produkt über seinen gesamten Lebenszyklus hinweg begleitet.

Unternehmen müssen einen proaktiven Ansatz verfolgen, in digitale Technologien investieren und mit dem gesamten Ökosystem zusammenarbeiten, um eine transparente und verantwortungsvolle Lieferkette sicherzustellen.

Die Einführung von Rückverfolgbarkeitssystemen und des Digital Product Passport geht weit über die reine Einhaltung gesetzlicher Vorschriften hinaus. Sie bietet Vorteile in Form einer Reduzierung von Geschäftsrisiken, eines besseren Markenschutzes, zusätzlicher Umsatzpotenziale im After-Sales- und Second-Hand-Bereich sowie einer zielgerichteten Kundenkommunikation.

Unternehmen, die nachhaltige Praktiken umsetzen, können zudem Wettbewerbsvorteile erzielen, umweltbewusste Verbraucher gewinnen und langfristigen Mehrwert für ihre Stakeholder schaffen.

Die Wertschöpfungskette

Die Einbindung von Daten entlang der Wertschöpfungskette stellt für viele Unternehmen eine Herausforderung dar, da sie ein höheres Maß an Transparenz und Zusammenarbeit seitens Lieferanten und Geschäftspartnern erfordert.

Die ESG- und Rückverfolgbarkeitslösungen von Tesisquare umfassen die Analyse und Transparenz der Lieferkette, die strukturierte Erfassung von Nachhaltigkeits- und Rückverfolgbarkeitsdaten von Lieferanten aller Ebenen (n-Tier-Lieferanten) in einem kollaborativen und digitalen Prozess – sowohl während der Lieferanten- und Produktqualifizierung als auch in der operativen Phase der Rohstoff- und Produktlieferung.

Darüber hinaus ermöglichen die Lösungen die direkte Berechnung von CO₂-Emissionen im Transportbereich, die zentrale Verwaltung aller Nachhaltigkeits- und Rückverfolgbarkeitsdaten auf einer einzigen Plattform, die Bewertung und das Scoring von Lieferanten auf Basis zertifizierter ESG-Fragebögen, die Aggregation von Daten für die Berechnung von PEF (Product Environmental Footprint) und PCF (Product Carbon Footprint), Maßnahmen gegen Produktfälschungen sowie die Unterstützung von Technologien wie IoT, RFID und Blockchain.

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